oldenburg hat wieder ein squat

Seit gestern Nacht gibt es in Oldenburg wieder ein besetztes Haus. Eine Gruppe autonomer AktivistInnen hat die Lösung des Oldenburger Wohnraummangels in die eigene Hand und das seit Jahren leerstehende Haus Theaterwall 24 a in Beschlag genommen. »Nach der Sanierung und Instandsetzung des Hauses beabsichtigen wir in diesem Haus ein kulturelles, selbstverwaltetes Wohnprojekt einzurichten, um so die Vielfalt, für die Oldenurg einst bekannt war, wieder zu fördern und einen links-alternativen Freiraum zu schaffen«, so die BesetzerInnen in einem Flugblatt. Die Polizei nahm dies bisher lediglich optisch zur Kenntnis und zog dann wieder von dannen.

Hausbesetzungen scheinen in Oldenburg langsam wieder in Mode zu kommen. Nach der Besetzung des Hauses Os­ter­stra­ße 13 am 10. Ok­to­ber 2009 [Info] und der Besetzung zweier Häuser in der Ama­li­en­stra­ße am Rande der letztjährigen autonomen 1. Mai-Demo [Info] wurde nun also der dritte Versuch gestartet.

☞ »Autonome besetzen Haus am Theaterwall« NWZ, 11.​04.​11
☞ »Hausbesetzer in Oldenburg wollen Gebäude retten« Bild, 11.​04.​11

Hier nun noch das Flugblatt der BesetzerInnen:


12 Antworten auf “oldenburg hat wieder ein squat”


  1. 1 Pansen 09. April 2011 um 18:50 Uhr

    YEAH! Weiter so! (In)Stand halten!

  2. 2 blick nach vorn 09. April 2011 um 23:32 Uhr

    Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!

    grossartig!

  3. 3 c. 10. April 2011 um 10:42 Uhr

    ist ja schön, dass die besetzer_innen das stadtbild von oldenburg mit als grund für ihre aktion angeben. statt von individualität könnte mensch auch von kleinbürgerlicher spießigkeit sprechen, vom unpolitischen rückzug in die „eigenen vier wände“.
    nebenbei bemerkt sind hochhäuser deutlich vielschichtiger als einfamilienhäuschen.
    und viel mehr platz für ein- bis zwei-personenhaushalte bieten sie auch noch. solange es also das system von hausbesitz und miete gibt, über das das flugblatt nicht ein wort verliert, ebenso wie über die zersiedelung der stadtrandlagen durch (augenscheinlich bevorzugte) einfamilienhäuser, finde ich den bezug auf „oldenburgs baulichen charme“ etwas merkwürdig.
    trotzdem wünsche ich euch viel kraft und glück – logisch.

  4. 4 Enra 10. April 2011 um 16:46 Uhr

    lasst euch von verqueren beiträgen über platzeinsparung durch blockbauten nicht abbringen. die verwendete argumentation ist durchaus konsens- mehrheitsfähig, selbst bei menschen die sonst nicht mit der szene um hausbesetzungen un ol sympathisieren.

  5. 5 egal 10. April 2011 um 16:47 Uhr

    wollte mal fragen ob jemand an 30.4 nach hamburg fährt ?

  6. 6 Pansen 11. April 2011 um 7:44 Uhr
  7. 7 Handwerkerin 11. April 2011 um 8:03 Uhr

    Na, da habt Ihr Euch ja etwas vorgenommen – „Sanierung und Instandsetzung“. Kleine Frage am Rande, mensch sieht es auf dem Foto nicht: Aber warum habt Ihr das Haus erstmal ausgiebig mit schwer bis gar nicht lesbaren Schriftzügen verschmiert/verziert? Das verhindert eine nachhaltige Verschönerung der Fassade für Euer Projekt und gibt den Spießbürgern Zündstoff die Legitimität Eurer Forderungen mit Randale und Sachbeschädigung zu brandmarken und niederzuschmettern. Ihr hättet lieber noch 2 oder 3 schöne Transparente basteln sollen und ein wenig mehr Respekt vor dem von Euch gepriesenen „Stadtbild“ zeigen können um dann bei der geplanten Sanierung Hand und Pinsel anzulegen, aber naja. Trotzdem viel Glück bei dieser Aktion!

  8. 8 Stadt gehört uns allen! 11. April 2011 um 10:47 Uhr
  9. 9 so schnell 11. April 2011 um 15:18 Uhr

    so schnell kanns gehen, und schon hat oldenburg kein besetztes haus mehr

  10. 10 traurig 11. April 2011 um 17:51 Uhr

    :((

    Nochmal?

  1. 1 oldenburg hat wieder ein squat « end of road Pingback am 09. April 2011 um 23:51 Uhr
  2. 2 Hausbesetzung in Oldenburg! « Infoladen Aurich Pingback am 11. April 2011 um 15:21 Uhr

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