zeitarbeit in der kritik

Laut NWZ wurden in der Nacht zu Dienstag Farbbeutel-Anschläge auf Zeitarbeitsfirmen am Artillerieweg und an der Alexander­straße verübt. Demnach wird es sich wahrscheinlich um die Firmen »SONESTO« und die »Adecco Personaldienstleistung« gehandelt haben – zwei von mindestens 16 derzeit in Oldenburg ansässigen Zeitarbeitsfirmen. »Nach Polizeiangaben wurden Fassade, Fenster und Bodenpflaster mit roter Farbe beschmutzt. Der Gesamtschaden belaufe sich nach ersten Schätzungen auf etwa 1000 Euro. Ein Bekennerschreiben liegt der Polizei bislang nicht vor. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Taten im Zusammenhang mit der Zeitarbeitsmesse in der Weser-Ems-Halle stehen«, so die NWZ.
Die Kritik an Zeitarbeitsfirmen wird in den letzten Jahren immer lauter. Eine gute Zusammenfassung liefert diese schon etwas älter Ausgabe des ver.di-Projekts Streik.TV:

Über ein »Placebo gegen die Auswüchse in der Leiharbeit«, ein windelweiches aktuelles Gesetzvorhaben von Arbeitsministerin von der Leyen zur angeblichen Regulierung der Leiharbeit, berichtete Silvio Duwe am 22.03.2011 auf telepolis. Die menschenverachtenste Form der Leiharbeit ist wohl gerade beim AKW Fukushima I zu beobachten. Bei vielen der »nuklearen Samurai«, welche die Betreiberfirma »Tepco« zur versuchten Abwendung des Super-GAU`s einsetzt, soll es sich laut des Spiegel-Artikels »Tagelöhner kämpfen gegen nukleare Katastrophe« ebenfalls um Zeitarbeiter handeln, die das Unternehmen erst einer hohen Strahlenbelastung aussetzen und dann entlassen kann. Nach Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, ein weltweit praktiziertes Verfahren [Info]. Auch in deutschen Kernkraftwerken sei es gängig, für strahlenmäßig besonders belastende Einsätze, zum Beispiel Reinigungsarbeiten, ArbeiterInnen von Fremdfirmen oder sogar SchülerInnen anzumieten.


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