19. 068 mini-jobs

Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung war im Jahr 2009 jedeR FünfteR Beschäftigte (21,64 Prozent) in Oldenburg – in realen Zahlen 19. 068 – ein sogenannter »Mini-Jobber«; hauptsächlich angestellt im Handel, als Reinigungskräfte, Taxi- und KurierfahrerInnen oder als Post- und ZeitungszustellerInnen. Von diesen 12 .364 Frauen und 6.704 Männern übten 13 .219 Leute ihren »Mini-Job« ausschließlich aus – fast komplett fehlende Ansprüche auf soziale Sicherung und miesester Stundenlohn inklusive. So erhielten 81 Prozent der geringfügig Beschäftigten, die keiner anderen Erwerbsarbeit nachgehen, laut Statistischem Bundesamt nur einen Niedriglohn – also weniger als zwei Drittel des mittleren Lohnes, der momentan bei 9,06 Euro brutto pro Stunde liegt.
Ein großer Teil des angeblichen »Jobwunders« in Deutschland ist übrigens auf den Wandel von Vollzeit-Arbeitsplätzen zu Zeitarbeit sowie Teilzeit- und Mini-Jobs zurückzuführen. So auch in Oldenburg, wo die Zahl der »Mini-Jobber« in der Zeit von März 2003 bis März 2010 von 16 .323 auf 19 .398 angestiegen ist.

☞ »Jeder Fünfte arbeitet in einem „Mini-Job“« NWZ, 31.​12.​10
☞ »Arbeitskräfte werden bald knapp« NWZ, 05.​01.​11


1 Antwort auf “19. 068 mini-jobs”


  1. 1 smo 13. Januar 2011 um 20:47 Uhr

    Zeitarbeit sollte verboten werden! Seit Jahren suche ich in Oldenburg und Umgebung anch eine vernünftig bezahlte Stelle als Industriemechaniker, aber im Umkreis von 100 km findet man nur noch Zeitarbeitsfirmen die einen was anbieten! Im Durchschnitt verdiene ich ca. 5 Euro weniger die Stunde für die selbe Arbeit, als meine glücklichen Kollegen die fest eingestellt sind.

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