zerreissprobe -
sexualisierte gewalt in der linken szene

Am Dienstag, dem 11. Januar um 19.30 Uhr gibt es im Alhambra eine von »autonomen feminist_innen aus dem alhambra« organisierte Veranstaltung zu sexualisierter Gewalt in der linken Szene und Konzepten, Schwierigkeiten und Fragen einer praktischen antisexistischen Unterstützungsarbeit. »Findet in einem sozialen Zusammenhang ein sexualisierter Übergriff statt, so entstehen dadurch besondere Anforderungen an das Umfeld der betroffenen und der als übergriffig empfundenen Person. Insbesondere dann, wenn zu beiden Personen enge Beziehungen bestehen, geraten die Unterstützer_innen in (innere) Konflikte.
Es drängen sich Fragen auf wie z.B.: Wie kann ich als Unterstützer_in damit umgehen, wenn die Forderungen der betroffenen Person meine Kapazitäten übersteigen oder sich Zweifel in mir regen? Welchen Umgang wählen, wenn sich der_die Täter_in nicht an die Forderungen der betroffenen Person hält bzw. erklärt sie seien unangemessen?
In den letzten 40 Jahren wurden Konzepte zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in feministischen/ antisexistischen Kontexten entwickelt, in denen Schlagworte wie „Parteilichkeit“, „Definitionsmacht“ bzw. „-recht“, und „betroffenenkontrollierter Ansatz“ eine Rolle spielen. Diese Konzepte werden ständig weiterentwickelt, beeinflusst durch gesellschaftliche Entwicklungen, praktische Erfahrungen und Kämpfe von sozialen Bewegungen. So wiesen schwarze Feminist_innen in den 80er Jahren darauf hin, dass Herrschaftsverhältnisse miteinander verwoben sind (zum Beispiel Rassismus und Sexismus) und forderten eine Hinterfragung des bis dahin dominanten Verständnisses der Kategorie Frau. Eine weitere gesellschaftliche Veränderung ist, dass heute mehr Aufklärung in Bezug auf sexuelle Gewalt durch die in der zweiten Frauenbewegung erstrittenen Beratungsstellen besteht.
Durch Input von Menschen aus unterschiedlichen Praxisfeldern (soziales bzw. politisches Umfeld/AntiRaCamps/Täter_innenarbeit) gibt es die Möglichkeit ohne konkreten Handlungsdruck unterschiedliche Grundsätze und Konzepte von Unterstützungspraxis kennen zu lernen, Fragen zu stellen und zu diskutieren
«.
Unterstützt wird die Veranstaltung von Subklub, dem FemRef und der DGB-Jugend.


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