wat mööt wi hier smachten…

Während der Zeit des Nazi-Faschismus ließ man auf ärztliche Anordnung etwa 1500 PatientInnen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen verhungern – ein offenes Geheimnis, welches jedoch erst durch das Buch »Wat mööt wi hier smachten…: Hungertod und Euthanasie in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen 1936-1945 « von Dr. Ingo Harms in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Um diese Euthanasie-Verbrechen zu dokumentieren und an die Opfer zu erinnern, gründete sich vor 10 Jahren der »Gedenkkreis Wehnen e.V.«. Der Gedenkkreis betreibt auf dem Gelände der jetzigen Karl-Jaspers-Klinik die Gedenkstätte »Alte Pathologie«, schuf ein Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten PatientInnen und eine Erinnerungsstätte auf dem Friedhof Ofen, wo mindestens 800 der ermordeten PatientInnen begraben wurden.

Obwohl diese Verbrechen im Oldenburger Land vor den Toren der Stadt Oldenburg geschehen sind, ist weder die Stadt Oldenburg noch die Gemeinde Bad Zwischenahn im Ammerland bereit die Arbeit des Gedenkkreises kontinuierlich finanziell zu unterstützen. Führungen und Öffnungszeiten werden daher ehrenamtlich geleistet. Um die Öffnungszeiten in der Gedenkstätte auch in Zukunft zu gewährleisten, sucht der Gedenkkreis neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Mehr Informationen gibt`s unter www.gedenkkreis.de.


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