»unser 14. dezember«

»Am 14.12.2010 gingen in Italien zehntausende Menschen auf die Straßen um gegen die Regierung zu protestieren. „Die Erpressung der FIAT Arbeiter durch Marchionne, die Prekarität, die Obdachlosigkeit, die Grausamkeit gegen die Erdbebenopfer von L‘Aquila, (…) die MigrantInnen und noch viele mehr, aber vor allem die SchülerInnen, die alle mit ihrer wiedererstandenen Fähigkeit sich zu artikulieren, zu organisieren, den Himmel zu stürmen, überrascht haben. Sie sind die ProtagonistInnen des 14. Dezember in Rom. (…) Die Unterdrückten dieses Landes haben sich getroffen, um zu zeigen, dass ihre Opposition nicht von den Spielchen abhängt, die in den Palästen der Macht gespielt werden. Um zu sagen, wie sind hier, wir sind voller Wut. Und die Macht hat auf die eintige Art und Weise reagiert, die sie kennt. Indem sie eine Mauer von Schlägern in schwarzen, blauen und grauen Uniformen aufgetürmt hat. Um die eigene Unantastbarkeit zu verteidigen. Es ist tautologisch, die Schläger schlagen, sie haben keine anderen Mittel.“« [kanalb.org]


1 Antwort auf “»unser 14. dezember«”


  1. 1 bla 19. Dezember 2010 um 13:27 Uhr

    Was für ein peinliches Gequatsche von einer Politgruppe, die überhaupt keine Rolle spielt. Kein Wunder – sie trauen sich ja keine Analye der Verhältnisse zu, sie dichten lieber.
    „Unser 14.Dezember“ war von Anfang an zum Scheitern verurteilt: keine_r wusste, wer oder was das „wir“ sein soll. So standen, liefen und schlugen sich am Ende Menschen, die nichts miteinander teilen außer ihre Wut und die diffuse Vorstellung, dass „wir“ unterdrückt werden und „etwas“ machen müssen. FaschistInnen, Kommunist_Innen, Anarcho/as, Berlusconigegner_Innen waren da zwischen Hooligans, poliziotti infiltrati und Polizisten in Uniform um vor allem eins zu demonstrieren: Wenn die Regierung zerfällt, gibt es überhaupt keine linke Kraft, die an seine Stelle treten kann. Es gibt keine Konzepte, weder für den Weg zur Übernahme der Regierungsgeschäfte, noch für die politischen Inhalte, die man an der Macht vertreten will. Die brüchigen Allianzen können sich nichtmal darauf einigen, ob sie Neuwahlen oder eine Übergangsregierung wollen. Sie wissen häufig nicht einmal, was sie genau an der Regierung ablehnen- abgesehen davon, dass der Regierungschef in Luxus lebt. Hier und da, versucht man die Verfassung gegen einen vermeintlichen Tyrannen zu verteidigen – die Linksradikale ist verschwunden. Il malcontento crescente (die steigende Unzufriedenheit) ist das einzige, was immer wieder als positiver Bezugspunkt genannt wird. Aber so reden große Teile der italienischen Linken seit Jahren und Jahrzehnten.

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