der langsame tod der wasserstadt

Seit 2005 schwärmt die Stadtverwaltung von ihrer Vision einer »Wasserstadt« am alten Stadthafen – einem Viertel für die »große zukünftige Elite Oldenburgs«. Weichen sollen dafür die Wagenburg, die Containergalerie Conga, mehrere kleine Ateliers, die Werkstätten von Oldtimerfans, … Doch nachdem keine InvestorInnen am Horizont erschienen, schrupft das geplante Yuppieviertel Monat für Monat. Die Planungen auf der Südseite mit »gehobenen Wohnen«, »Marinas« und »maritimen Kompetenzzentrum« sind ersteinmal aufgegeben. Auf der Nordseite wurden die geplanten Grachten gestrichen, ein sogenanntes »Bildungshaus« stösst weder bei der Uni noch bei der VHS auf Interesse. Geblieben war eigentlich nur die Planung für einen Yuppie-»Wohnpark« und einen bewohnten Lärmschutzwall Richtung Bahn. Bei der letzten Bauausschuss-Sitzung der Stadt kam nun wohl das Ende des Projekts: Nach den Sparbeschlüssen in Bund und Land werden die zugesagten Zuschüsse aus der Städtebauförderung zur Erschließung des »Sanierungsgebietes Alter Stadthafen« nur sehr, sehr langsam fließen. Selbst die NWZ gibt zu, dass »die Hoffnung, das Oldenburg in absehbare Zeit (…) ein neues Wohngebiet namens „Alter Stadthafen“ besitzen wird, eher gering« ist. Nun soll 2011 nur noch »die Uferkante ab Arbeitsamt in Richtung Wasserturm als öffentliche Fläche zur Promenade umgebaut« werden – das klingt doch mal vernünftig.


NWZ, 7. September 2010


1 Antwort auf “der langsame tod der wasserstadt”


  1. 1 rr 13. September 2010 um 11:44 Uhr

    aber immerhin reicht es noch dafür, dass laut wild-west „zeitung“ 90 mitarbeiter (mitarbeiterinnen scheint es für die wwz nicht zu geben) der groninger stadtverwaltung die städtebauliche entwicklung des stadthafens begutachten, bevor sie zum shoppen nach wechloy entschwinden. ( http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_stadt_oldenburg_artikel.php?id=2428218& )

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