deutschland macht depressiv

Nach dem »Gesundheitsreport 2010« der Techniker Krankenkasse (TK) hat sich in Deutschland das Volumen der verordneten Antidepressiva im letzten Jahrzehnt verdoppelt und die Zahl der psychisch bedingten Krankschreibungen bei Erwerbstätigen um fast 40% zugenommen. Der TK-Vorsitzende Norbert Klusen sieht die veränderte Arbeitswelt als eine Ursache: Immer mehr Beschäftigungsverhältnisse seien befristet, der Druck würde erhöht und der Arbeitsrhythmus sei immer seltener selbstbestimmt. Aber nicht nur ArbeitnehmerInnen erhalten vermehrt Psychopharmaka. Arbeitslose sind bei nahezu allen medizinischen Diagnosen häufiger betroffen als andere Gruppen, wobei die Schere bei den »psychischen Störungen« besonders groß ist.


1 Antwort auf “deutschland macht depressiv”


  1. 1 ullika 14. August 2010 um 18:56 Uhr

    also statt deutschland macht depressiv könnte man aus dieser statistik ja auch folgern: depressionenen werden besser diagnostiziert und behandelt, was ja was positives wäre (und mit der sinkenden suizidrate auch besser übereinstimmen würde). oder sogar: immer mehr deutsche merken dass die lohnarbeit oder der arge-terror sie krank macht und lassen sich lieber ärztlich davon berfreien.
    naja, und wenn schon, dann „kapitalismus macht depressiv“ wenn es an den arbeitsbedingungen liegt oder? und ja, ich weiß der deutsche staat setzt sich natürlich mit massivem rückhalt in der bevölkerung für diese wirtschaftsweise ein. trotzdem.

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