von splitterbomben und polenböllern

Was war denn da los? Warfen mordlüstige Autonome eine Spitterbombe in einen Haufen friedfertiger Bullen? Hat sich die RAF reorganisiert? War ein Agent Provocateur am Werke? Oder wird einfach nur gnadenlos dramatisiert? Fragen über Fragen also nach einem durchaus beeindruckenden Knall auf der Krisen-Demo in Berlin am letzten Samstag: Während der CDU-Innenpolitiker Andreas Gram sicher zu berichten weiß »Ohne Schutzhelme wäre das der sichere Tod gewesen« und die CSU den »Splitterbomben-Anschlag« zum Thema einer Bundestagsdebatte machen will, muss die Berliner Polizei nun ein wenig kleinlaut zurückrudern. So schreibt die Berliner Zeitung in der heutigen Ausgabe: »Der Sprecher der Berliner Polizei, Frank Millert, bestätigte, Metall oder Glas sei definitiv nicht verwendet worden, um eine Splitterwirkung zu erzielen. Nach bisherigen Erkenntnissen rühren die Fleischwunden offenbar von der Ummantelung der Sprengkörper her, die mutmaßlich aus Hartplastik bestand, das bei der Zündung zerfetzt wurde. Ermittlern zufolge soll es sich um ein Bündel sogenannter Polenböller gehandelt haben, die in Deutschland verboten sind und die Industriesprengstoff enthalten, der extrem heftige Detonationen auslöst. Der Name rührt daher, dass solche Sprengkörper regelmäßig und umstandslos vor Silvesterfeiern auf Märkten jenseits der polnischen Grenze erhältlich sind«.


4 Antworten auf “von splitterbomben und polenböllern”


  1. 1 Pansen 16. Juni 2010 um 17:14 Uhr

    tick tick tick BUUUUUUUUUMMMMMM ….. muahahaahahahaahahahahahahahaaar

  2. 2 Me! 17. Juni 2010 um 8:45 Uhr

    Mal ganz unter uns: Gewalterfahrungen durch Bullen hin oder her, aber sowas ist doch daneben! Wer garantiert denn, dass so ein Megaböller nicht auch mal einem/einer Mitdemonstranten/in den Fuß abreist? Und dann ist das Geheule groß. Durch solche schwachsinnigen, unkontrollierten Aktionen erhält man keinen breiten Rückhalt. Da bleiben irgendwann sogar die „SteinewerferInnen“ zu Hause…

  3. 3 @Me! 17. Juni 2010 um 21:01 Uhr

    Offensichtlich war der Böller nicht unkontrolliert, immerhin wurden „nur“ Bullen verletzt.

    Ist außerdem schön zu beobachten wie sich auch in der linken Szene viele über einen Böller aufregen und schwachsinn labern. Im aktuellen Fall hat der Kanaller einen schönen Momoent Verwirrung gestiftet, dieser Moment konnte seitens der Demonstranten zum Straße-zurrückgewinnen genutzt werden. (siehe video)

    ps: Nach dieser erfolgreiche Aktion testen ALB und ARAB nun Mittelstreckenböller. Erste Tests waren erfolgreich: http://de.indymedia.org/2010/06/284119.shtml

  4. 4 jeff monson 25. Juni 2010 um 1:17 Uhr

    cobra 6-why not?

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