reykjaviker realpolitik

Die »Besti flokkurinn« (beste Partei) des isländischen Komikers Jon Gunnar Kristinsson wurde bei den Wahlen zum Reykjaviker Stadtparlament (im Mai 2010) stärkste Partei. Mit 35 Prozent der Stimmen wird sie sechs der 15 Sitze belegen, gefolgt von der konservativen Unabhängigkeitspartei mit 33 Prozent der Stimmen und fünf Sitzen. Die Sozialdemokraten werden mit 19 Prozent drei Stadträte stellen, die Linksgrünen mit sieben Prozent einen. Das Ergebnis der Wahl kommt einem Erdrutsch gleich. (…) Gefragt, mit wem er koalieren werde, antwortete er: »Das hängt davon ab, wer was zu bieten hat«, notfalls werde er mit der »besten Partei« allein regieren. Es wäre das erste Mal in der Geschichte Islands, dass eine Partei, deren Programm es ist, kein Programm zu haben und andere Parteien zu parodieren, ein Spitzenamt besetzt, ein Triumph der Satire über die Realität.

☞ »Polit-Clown siegt bei Kommunalwahl« Spiegel.de, 30. Mai 2010


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