monopol, monopol

Seit dem 18.02.10 ist nun auch das jeweils mittwochs und sonntags erscheinende Oldenburger Anzeigenblättchen »Hunte Report« in der Hand der NWZ. Mit Genehmigung des Bundeskartellamtes, welches noch 2007 ein Entflechtungsverfahren gegen die NWZ eingeleitet, in dessen Folge sie 2,5 Millionen Euro Strafe zahlen und einige ihrer erworbenen Anteile (z.B. auch am »Hunte Report« – sic!) wieder verkaufen musste, hat die »Pressestiftung Weser-Ems« hat das von der »Promotion Verlagsgesellschaft mbH« herausgegebene Blatt an die »Nordwest-Wochenzeitungen GmbH Co. KG«, ein Schwesterunternehmen der Nordwest Zeitung, verkauft. Auch wenn man wirklich nicht davon reden kann, dass der »Hunte Report« so etwas wie (kritischen) Journalismus betrieben hätte, war dies wohl der letzte Schritt der NWZ zum Medien- und damit Meinungsmonopol. Anderen Verlagen wird es nun kaum mehr gelingen im Oldenburger Raum Fuß zu fassen. Der Wardenburger NWZ-Kritiker Uwe Brandhorst beschreibt dies so: »Der Hunte Report wird, nach unserer Einschätzung, als Zeitung im Oldenburger Raum unter anderem die Aufgabe übernehmen, andere Verlage durch niedrige Anzeigenpreise bis weit unter den Herstellungskosten aus den Markt zu halten bzw. zu drängen, sofern sie es doch wagen sollten, sich im „NWZ Hoheitsgebiet“ etablieren zu wollen.«

☞ »http://www.uwe-brandhorst.de«
☞ »Zurück zum Meinungsmonopol« taz, 03.​02.​2010
☞ »11 Schritte zum Meinungsmonopol« taz, 13.​02.​2010
☞ »Hunte-Report mit neuem Gesellschafter« NWZ online, 19.​02.​2010


1 Antwort auf “monopol, monopol”


  1. 1 Linxx Jena 23. Februar 2010 um 10:07 Uhr

    Naja, Monopol ist übertrieben. gibt schließlich noch die Alhambrazeitung und… Regentied.

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