1.115.000.000,- Euro…

… müssen für die Olympischen Spiele von Vancouver hingeblättert werden. Allein die Eröffnungs- und Abschlussfeier schlägt mit 29.588.000 Euro zu Buche. Und das ausgerechnet in Vancouver, der Metropole am Pazifik, einer Stadt mit hoher Armut und schon jetzt mehr als 2.000 Obdachlosen. Und obwohl die Stadt versprochen hat, dass niemand in Folge von Olympia obdachlos werde und ein Großteil des Olympischen Dorfs nach den Spielen in Sozialwohnungen umgewandelt werde, wird aufgrund überhöhter Baukosten wohl keine einzige Sozialwohnung entstehen. Stattdessen leben weiterhin tausende EinwohnerInnen Vancouvers in winzigen, von Bettwanzen und Kakerlaken verseuchten Wohnungen, in dürftigen Unterschlupfen, in Straßen und Parks. Besonders betroffen ist die Downtown Eastside, das ärmste Viertel der 600.000-Menschen-Metropole. Hier sind in den letzten Jahren die Mieten rapide gestiegen – und Existenzen damit vernichtet wurden. Viele andere sind »nur einen Gehaltsscheck davon entfernt (…), ihre Wohnung zu verlieren«. Damit das alles keine unkontrollierbaren sozialen Aufstände nach sich zieht, wurden noch fix vor der Olympiade etwa 1000 neue Überwachungskameras installiert.

Widerstand regt sich trotzdem – so z.B. von autonomen Gruppen auf der Straße oder von der breit angelegten Initiative »Poverty Olympics« mit ihren drei Maskottchen »Creepy«, der Kakerlake, »Chewy«, der Ratte und»Itchy«, der Wanze.


1 Antwort auf “1.115.000.000,- Euro…”


  1. 1 Jochen 19. Februar 2010 um 17:16 Uhr

    Bettwanzen und Kakerlaken gibt es neurdings wieder vermehrt – vor allem in nobleren Hotels. Besser recherchieren ;)

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