blankenburg macht dicht

Jetzt ist es Fakt: Das Abschiebelager Blankenburg wird zum 30. Juni 2011 geschlossen. Dies ist das Ergebnis einer über zweijährigen finanzpolitischen Debatte der niedersächsischen Landesregierung [Info]. »Aus humanitären Gründen bin ich für die Schließung«, so Oberbürgermeister Schwandner, welcher sich mit dieser Äußerung einmal positiv von so einigen anderen absetzte, welchen die Lebensqualität der dort zwangsuntergebrachten Flüchtlinge am Arsch vorbeizugehen scheint. Während sich so Gesellen wie der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Oldenburg/Ammerland Thomas Kos­sen­dey, der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann oder auch Jürgen Meerbothe von der Gewerkschaft Ver.di lediglich um die Arbeitsplätze der knapp 70 ZAAB-MitarbeiterInnen sorgen und versuchen, die mit der Schließung des Lagers einhergehende kommunale Unterbringung einiger hundert AsylbewerberInnen als Horrorszenario darzustellen, sorgt sich Schwandner stattdessen um eine angemessene Unterbringung. Manchmal ist er also doch zu vernünftigen Überlegungen fähig.

☞ »Land schließt Blankenburg Mitte 2011« NWZ, 05.​02.​2010
☞ »Dezentrale Unterbringung von Flüchtingen« Linkspartei, 05.​02.​2010
☞ »Ministerium bekräftigt Schließung Blankenburgs« NWZ, 22.​02.​2010

update:
☞ »Platz für 322 Flüchtlinge gesucht« NWZ, 24.​02.​2010
☞ »Land bietet Blankenburg-Mitarbeiter an« NWZ, 01.​03.​2010
☞ »Dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen« Linkspartei, 01.​03.​2010
☞ »Längere Übergangsfrist für Blankenburg gefordert« NWZ, 08.​03.​2010
☞ »Linke fordert Grundstücke für Flüchtlinge« NWZ, 10.​03.​2010


2 Antworten auf “blankenburg macht dicht”


  1. 1 Administrator 07. Februar 2010 um 15:34 Uhr

    Die.LINKE, 5. Februar 2010:

    Linke fordert dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Oldenburg
    Personalabbau in Oldenburg verhindern!

    Die Linke.Oldenburg fordert eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Oldenburg. Der in der heutigen ZAAB und dem Bundesamt vorhandene Personalbestand sollte dafür genutzt werden, ein Konzept der dezentralen Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in der Stadt zu verwirklichen. Die zentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Lagern verhindert eine Integration der dort lebenden Menschen. Dies ist ja auch eines der Ziele der Unterbringung vom Flüchtlingen in solchen Lagern. Wir dagegen sind der Meinung: Auch Menschen, die sich in einem laufenden Asylverfahren befinden, müssen während dieser Zeit so weit wie möglich in die Gesellschaft integriert werden. Die ist nur bei dezentraler Unterbringung möglich. Die Auflösung der ZAAB bietet die Chance, dies in Oldenburg jetzt zu verwirklichen. Ein Personalabbau in Oldenburg könnte dadurch verhindert werden.

    Jonas Christopher Höpken
    Pressesprecher DIE LINKE.Oldenburg

  2. 2 n.goa 08. Februar 2010 um 12:48 Uhr

    hallo???
    „der in der heutigen ZAAB und dem Bundesamt vorhandene Personalbestand sollte dafür genutzt werden, ein Konzept der dezentralen Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in der Stadt zu verwirklichen“
    ich würde mir wünschen, dass die meisten mitarbeiter_innen der zaab, nie wieder auf die bewohner_innen des lagers losgelassen werden. ich wünsche niemanden – nicht mal diesen leuten – die arbeitslosigkeit, doch den meisten mitarbeiter_innen des bundesamtes und den sonstigen mitarbeiter_innen würde nicht einmal ein jahrelanges anti-bias-traning oder anti-rassismus-training helfen. jonas, denk nochmal darüber nach:-) das konzept sollte in selbstorganisation der bewohner_innen in zusammenarbeit mit der stadt erstellt werden. zaab kann draußen bleiben und sich neue arbeit suchen:-)

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