sperrstunde auf probe?

Wie bereits desöfteren berichtet [1] [2] will Polizei-Chef Johann Kühme mit konstruierten Bedrohungsszenarien [Info] in Oldenburg wieder eine Speerstunde einführen. Nach der Sitzung des »Runden Tisches Innenstadtgastronomie«, an welchem VertreterInnen von Stadt, Polizei, Präventionsrat und Dehoga sowie 20 Gastronomen teilgenommen hatten, hat Oberbürgermeister Fritz Gerd Schwandner nun den Oldenburger Gastronomen eine freiwillige Sperrstunde auf Probe vorgeschlagen – und zwar vom 1. Februar bis zum 31. Oktober 2010 zwischen 5 und 7 Uhr morgens. Angeblich um einer »Wettbewerbsverzerrung« vorzubeugen, will die Stadtverwaltung die Sperrstunde nicht nur wie ursprünglich geplant in der Innenstadt, sondern im ganzen Stadtgebiet durchsetzen. Übermorgenkaff Oldenburg?

☞ »Sperrstunde auf Probe von 5 bis 7 Uhr«, NWZ vom 11.​12.​09
☞ »FDP unterstützt OB-Vorschlag«, NWZ vom 12.​12.​09


1 Antwort auf “sperrstunde auf probe?”


  1. 1 Me! 13. Dezember 2009 um 22:37 Uhr

    Heute Nacht vor dem McDOOF: Ich warte auf meinen Bruder, der seinen Alkoholpegel mit einer Pommes und ’nem Ekel-Kadaverburger senken will und beobachte dabei Heerscharen hässlicher, besoffener Kreaturen, die an einem Fenster wartend das gleiche Begehren haben. Plötzlich rämpelt mich ein Typ an. Vielleicht aus Versehen. Ich pöbel ihn ein bisschen an, er solle mal aufpassen etc. und wende mich wieder meinem Bruder zu. Plötzlich bricht hinter meinem Rücken, offenbar durch diesen kleinen Rämpler ausgelöst, eine riesige Schlägerei los. Testosterongeschwängerte Alkoholleichen, die ich noch nie gesehen habe, gehen auf einander los und schlagen mit einer Brutalität aufeinander ein, dass mit nix anderes einfällt als die 112 zu wählen. Ein Kerl mit völlig zertrümmerter Nase wankt auf mich zu und blutet wie das Schwein auf seinem Burger in der linken Hand wenige Stunden zuvor. Er benutzt das geschmacks- und nährstoffneutrale Weißbrötchen als Blutschwamm. Ich helfe ihm mit Taschentüchern bis der Krankenwagen kommt. Mein Bruder, der in der Stadt arbeitet, bleibt ganz gelassen und meint nur: „Ach, das ist jedes Wochenende das Gleiche mit denen…“ Mich hat das geschockt. Und obwohl ich einer polizeilichen Sperrstd. wenig abgewinnen kann, habe ich mich auf dem Heimweg gefragt ob McDOOF 24 Std. aufhaben muss und ob der Kühne und die NWZ nicht ein kleines bisschen Recht haben: Würden die Leute nach der Party und dem Suff nach Hause gehen und sich ein leckeres Käsebrot vor dem Einschalfen schmieren, hätten Sie weniger schlechte Laune wegen des beschissen, teuren FastFoodFraßes und würden sich vielleicht weniger aufs Maul hauen…

    Ich weiß es nicht.

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