ewe kassiert ab

Die rund eine Million StromkundInnen des Energiedienstleisters EWE sollen mal wieder deutlich mehr blechen. Ab dem 1. Januar 2010 sollen die Kosten für eine Kilowattstunde Strom in der Grundversorgung brutto 23,09 Cent statt bisher 20,47 Cent kosten, der monatliche Grundpreis steigt von 4,58 Euro auf 5,95 Euro. Für einen Durchschnitts-Haushalt bedeutet dies eine Erhöhung um etwa 14 Prozent (~ 9 Euro pro Monat).

Kleine Ergänzung: Der Netto-Gewinn der EWE lag im ersten Halbjahr 2009 übrigens bei 257 Millionen Euro – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 102 Prozent.


4 Antworten auf “ewe kassiert ab”


  1. 1 Administrator 24. November 2009 um 19:59 Uhr

    Die Linke.Oldenburg:

    Strompreiserhöhung nicht akzeptabel!
    EWE schadet dem notwendigen Umbau der Energiewirtschaft

    Die Strompreiserhöhung der EWE ist nicht akzeptabel. Sie wird das immerhin zu 3/4 kommunale Unternehmen weiter in Misskredit bringen und die Verbraucher motivieren, den Stromlieferanten zu wechseln. Es gibt jetzt preiswertere Anbieter, auch mit Ökostrom. Im Ergebnis wird deshalb die EWE selbst der Verlierer sein.

    Der Versuch der EWE, die Strompreiserhöhung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu begründen, muss schärfstens zurückgewiesen werden. Wer so daherredet, schadet dem notwendigen Umbau der Energiewirtschaft und diskreditiert die politische Notwendigkeit, in die zum Klimaschutz notwendigen Maßnahmen wie Solaranlagen oder Kraft-Wärme-Koppelung zu investieren.

    Die EWE muss sich darauf zurück besinnen, dass sie ein regionaler Versorger ist. Sie sollte ihre Geschäftspolitik auf den Prüfstand stellen. Wir fordern die EWE auf, ihrer originären Aufgabe nachzukommen und die Region preiswert mit Gas und Strom zu versorgen und auf erneuerbare Energien zu setzen, statt sich europaweit in alle möglichen Unternehmen einzukaufen und diese aggressive Geschäftspolitik durch die Verbraucher bezahlen zu lassen.

    Jonas Christopher Höpken
    Pressesprecher Die Linke.Oldenburg

  2. 2 rr 28. November 2009 um 10:56 Uhr

    unter http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/600/495922/text/ findet sich ein interview mit dem chef der bundesnetzagentur zu den „halbwahrheiten“ der stromkonzerne bei der angekündigten preiserhöhung.

  3. 3 Strolchi 01. Dezember 2009 um 6:56 Uhr

    Atomausstieg selber machen!

    Mehr als empfehlenswert und kinderleicht der Wechsel zu einem Ökostromanbieter, inzwischen sogar teilweise billiger als der Strom der EWE oder sonstigen Atomstromvertreibern. (siehe: http://www.atomausstieg-selber-machen.de/stromwechsel.html)
    Hier eine Übersicht der verschiedenen Ökostromanbieter: http://www.atomausstieg-selber-machen.de/stromwechsel/anbieter.html.
    Übrigens kann bei „Lichtblick“ inzwischen auch Biogas bezogen werden, die Schönauer Stromrebellen (EWS) werden bald folgen.

  4. 4 Administrator 15. Dezember 2009 um 19:08 Uhr

    NWZ, 15.12.09:

    Höhere Strompreise empören Energierat
    TARIFANHEBUNG Scharfe Kritik an der EWE – Oldenburger „müssen Zeche zahlen“

    KF

    OLDENBURG – Die zum Jahreswechsel angekündigte Erhöhung der Strompreise für Privatkunden der EWE wird vom Oldenburger Energierat kritisiert. „Das ist schon sehr verwunderlich, wie die EWE mit ihren privaten Haushalten umgeht“, sagt Vorsitzender Ingo Harms. „Für einen Vierpersonenhaushalt in Oldenburg bedeutet dies eine jährliche Mehrbelastung von mehr als 120 Euro.“

    Wie berichtet, werden die Preise bei der EWE ab 1. Januar 2010 für Strom um 14 Prozent angehoben. Im Gegensatz dazu, so der Energierat, würden viele der anderen deutschen Stromanbieter nur um fünf Prozent zulegen.

    Zu der „überzogenen Preiserhöhung der EWE kommt noch deren wenig faire Preisgestaltung“, moniert Harms. „Der treue EWE-Stammkunde in Oldenburg zahlt bis zu 20 Prozent mehr für die Kilowattstunde als der EWE-Kunde in Berlin, Potsdam oder Eisenhüttenstadt“, rechnet der Vorsitzende vor und zieht daraus den Schluss: „Wir in Oldenburg zahlen die Zeche, damit die EWE außerhalb der Region, aus der sie stammt, den Strom günstiger anbieten kann, um neue Kunden zu gewinnen.“

    Die EWE begründe die Preisgestaltung damit, dass man den Kunden in Oldenburg mehr Komfort und Service anbiete als außerhalb von Weser-Ems. Zudem habe man in der heimischen ländlichen Region höhere Netzentgelte zu zahlen. „Diese Argumente sind lächerlich. Damme und Nienburg sind ebenso dem ländlichen Raum zuzuordnen wie das Weser-Ems-Gebiet. Nur warum sind die Strompreise dort um mehr als zehn Prozent günstiger als in Oldenburg?“

    Der Energierat verurteilt die 14-prozentige Strompreiserhöhung. „Wenn die EWE Strom zu teuer eingekauft hat, ist dies ein Fehler des Managements, der nicht zu Lasten der Kunden gehen darf.“

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