braune kameradinnen

Am Mittwoch, dem 2. Dezember referiert die Politologin, freie Journalistin und Buchautorin Andrea Röpke über die Rolle von Frauen in der Naziszene [Flyer]. Die Veranstaltung vom »Frauenbüro der Stadt Oldenburg« in Kooperation mit der »Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen« beginnt um 20 Uhr im Stadtmuseum Oldenburg (Am Stadtmuseum 4-8). Hier nun der Ankündigungstext: »„Ohne Frauen funktioniert gar nichts mehr in der Szene“ : so fasst es eine Aussteigerin zusammen. Rechtsextreme Frauen und Mädchen wirken nicht nur im Hintergrund und ziehen politisch die Fäden. Sie sind überall dabei, bei öffentlichen Auftritten, sie gestalten NPD-Infostände oder sorgen privat für national gesinnten Nachwuchs. Sie sind ebenso ausländerfeindlich und fanatisch wie die Männer, agieren allerdings zurückhaltender in der Öffentlichkeit. Trotzdem ist die Neonazi-Szene eine Männerbastion, in der das Geschlecht über Rolle und Position entscheidet.

Aber obwohl die Szene von Männern dominiert wird, prägen Frauen sie zunehmend mit. Sie sehen sich als Straßenkämpferin, Gefährtin oder in der traditionellen deutschen Mutterrolle. Sie gelten als zuverlässig und fleißig. Sobald sich junge Mädchen neonazistischen Kameradschaften oder der NPD nähern, beginnt ihre planmäßige Integration durch Neonazi-Kader. NPD-Strategen setzen sie verstärkt als „Eyecatcher“ bei Wahlen ein. Sie sind dabei, wenn es um die Strategie geht, die NPD kommunalpolitisch zu verankern und sie als scheinbar normale Partei zu etablieren. Der „Ring Nationaler Frauen“ ist als Unterorganisation der Partei auch in Niedersachsen aktiv und kümmert sich um politische Schulungen für Mädchen und Frauen.«


2 Antworten auf “braune kameradinnen”


  1. 1 Strolchi 21. November 2009 um 11:40 Uhr

    endlich mal eine Veranstaltung zum Thema Antifaschismus in Oldenburg. Schade, dass dies nicht öfters der Fall ist…

  2. 2 antideutsches_strandgut 23. November 2009 um 16:15 Uhr

    Die NPD ruft auf ihrer Homepage zu Störung der VA auf….

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