zug der erinnerung

Vom 22. bis zum 24. Oktober machte der »Zug der Erinnerung« halt im Oldenburger Bahnhof. Auf Gleis 61 stand der Zug mit den drei Waggons, der mit Fotos, Briefen und Lebensgeschichten an die Kinder und Jugendlichen erinnern will, die mit Zügen der Reichsbahn in die NS-Vernichtungslager deportiert wurden. In Oldenburg waren es mindestens 26 jüdische Kinder, die so dem deutschen Rassenwahn zum Opfer fielen.

»Zwischen Oktober 1940 und Dezember 1944 deportierten die NS-Behörden mehrere hunderttausend Kinder. Die genaue Zahl ist unbekannt. Schätzungen sprechen von über einer Million. Oft am helllichten Tag wurden sie mit Zügen der Reichsbahn in den Tod gefahren. Unter dem Decknamen DA („David“) steuerten die Züge die Vernichtungslager im Osten an. Sie hatten ein bevorzugtes Ziel: Auschwitz.
Die verschollenen Kinder kamen nicht nur aus Deutschland. Deportationszüge mit tausenden Kindern wurden in ganz Europa zusammengestellt. Bei ihrer Fahrt durch Deutschland fuhren die Züge durch Stationen, die wir alle kennen. Es waren Bahnhöfe wie in Ihrer Stadt. Manchmal hielten sie nur für Minuten, manchmal für Stunden. In den überfüllten Waggons hofften die Kinder auf Hilfe. Aber auf den Abstellgleisen und Bahnhöfen unserer Städte schritt niemand ein.
Mehr als sechzig Jahre ist das Schicksal dieser Kinder beschwiegen worden. Fast keiner der Täter wurde je zur Rechenschaft gezogen. In den Ministerien und Polizeidienststellen, in den Bahndirektionen und Stellwerken arbeiteten sie ungestraft weiter. Ihre Opfer wurden vergessen
«.


1 Antwort auf “zug der erinnerung”


  1. 1 LiVe 30. Oktober 2009 um 19:21 Uhr

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