demo gegen lager und abschiebungen

Am letzten Freitag demonstrierten – fiesesten Regenschauern trotzend – an die 100 Menschen mit und ohne deutschen Pass »gegen Abschiebungen, Lagersysteme und Frontex« [Info]. Die unangemeldet Demo begann gegen 12 Uhr mit einer Kundgebung am Bahnhof und zog dann über den Stadtring zum Alhambra. Von da aus machten sich noch einmal rund 50 Leute zu einer Fahrraddemo zum Abschiebelager Blankenburg auf, vor dessen Toren eine weitere Kundgebung stattfand. Die anwesenden Bullen zeigten sich fast die gesamte Zeit über sehr zurückhalten – … aber leider eben nur fast die ganze Zeit. Als die Kundgebung vor dem Lager eigentlich schon beendet und nur noch etwa 20 Leute anwesend waren, stürmte ein halbes dutzend Robocops auf eine Aktivistin zu und zwangen sie zur Herausgabe ihrer Personalien. Der Grund: Sie sollte nach Meinung des Bulleneinsatzleiters Norbert Münch die Versammlungsleiterin gewesen sein. Mit dieser Aktion zeigten die Bullen nicht nur einen völligen Unverstand über linke Strukturen, welche nunmal nicht von irgendwelchen »Leitern« befehligt werden; sie stellt auch einen weiteren Angriff auf das seit Jahrzehnten gängige Oldenburger Demonstrationsrecht dar, welches immerwieder gegen übereifrige Einsatzleiter und ihre Schergen verteidigt werden konnte.


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