»ernesto alias ernst«

Am 1. September gibt`s um 20 Uhr im Rahmen des »Subklub« im Alhambra eine Veranstaltung mit Ernesto Kroch. Ernesto`s Lebensgeschichte ist durch ein doppeltes Exil geprägt: Aufgrund der Verfolgung, der er als deutsch-jüdischer Kommunist nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten ausgesetzt ist, flieht er 1938 nach Lateinamerika. Als in den 70er Jahren eine Militärdiktatur in Uruguay die Macht übernimmt, ist er gezwungen, den umgekehrte Fluchtweg zu wählen und Asyl in Deutschland zu suchen. Seit 1985 lebt Ernesto wieder in Montevideo und ist als engagierter Linker weiterhin in sozialen Basisorganisationen und im Umfeld des Linksbündnisses »Frente Amplio« aktiv. Seine Lebensgeschichte hat Ernesto selbst in seinem Buch »Heimat im Exil – Exil in der Heimat« erzählt. Die Informationsstelle Lateinamerika (ila) hat Ernesto im Februar 2007 eine komplette Sondernummer zu seinem 90. Geburtstag gewidmet. Der Filmemacher Martin Keßler hat seine Lebensgeschichte filmisch dokumentiert [Info].

Am 1. September wird Martin Keßler zu Beginn eine Kurzfassung seines Films zeigen, dann folgt ein Gespräch mit Ernesto Kroch und eine Lesung von Passagen aus seiner Autobiografie. Veranstalter ist die Oldenburger Rechtshilfe. Unterstützt wird diese Veranstaltung von der Stiftung Bildung und Solidarität, der GEW Oldenburg und der DGB-Jugend Oldenburg.


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