nwz umgeht tarife

Laut des »Deutschen Journalisten-Verband (DJV)« sind in letzter Zeit immer mehr Verlage dazu übergegangen, die Tarifverträge zu umgehen. Zu den gängigen Methodenen gehöre das Outsourcen von Redakteuren in eigenständige, nicht tarifgebundene Gesellschaften, der Einsatz von LeiharbeitnehmerInnen in den Redaktionen sowie die so genannte OT (»ohne Tarifbindung«)-Mitgliedschaft im »Verlegerverband«. Ebenfalls genutzt wird die Möglichkeit, Volontäre nicht mehr im Verlag, sondern an JournalistInnenschulen anzustellen und so die Tarifverträge für Volontäre, insbesondere hinsichtlich des Gehalts, zu umgehen.
Als Anlage zu der Meldung gab es eine kurze Auflistung von exemplarischen Fällen. Mit dabei – welch Überraschung – unsere örtliche Nordwest-Zeitung. Der DJV über die NWZ:»Das Blatt beschäftigt sieben Leiharbeitnehmer, die unter den Redakteurstarifen bezahlt werden; das sind ca. 15 Prozent der Redaktion; auch 22 Volontäre werden als Leihkräfte untertariflich beschäftigt.«


1 Antwort auf “nwz umgeht tarife”


  1. 1 M 22. Juli 2009 um 6:31 Uhr

    Vor etwas längerer Zeit hörte ich, dass die NWZ von ihren 400 Mitarbeiter_innen 50 in eine Tochtergesellschaft auslagerte. Kommen die da wohl noch oben drauf?!

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