schulstreik 2009

Am kommenden Mittwoch ist es soweit: Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks findet in Oldenburg eine große SchülerInnendemo statt, zu welcher mal wieder an die 10.000 TeilnehmerInnen erwartet werden. Losgehen tut`s am 17. Juni um 10:00 Uhr am Oldenburger Bahnhofsvorplatz. Auf der Demo wird es diesmal auch einen »Libertären Block« [Aufruf] geben, um »Druck von Unten für (…) konkreten Verbesserung zu machen und um (…) grundsätzliche Kritik am kapitalistischen Bildungswesen zu artikulieren«.

Bereits am Montag, dem 15. Juni gibt es von solid im »Polyester« (gegenüber vom Horst-Janssen Museum) um 18. 30 Uhr Info`s zum Bildungsstreik und ab 20 Uhr dann »Alternativen Unterricht«. Unter dem Titel »Leben in Bewegungen« werden Ben und Ubbo Khumalo-Seegelcken aus ihrem bewegten Leben erzählen. Bei den beiden handelt es sich um politisch engagierte Pfarrer aus Südafrika und Ostfriesland. Sie haben sich am Kampf gegen das Apardheitsregime in Südafrika beteiligt und setzen sich für die Emanzipation von Schwulen und Lesben ein. Auch der Kampf gegen AIDS ist ein fester Bestandteil ihres Lebens.

Am nächsten Tag, dem 16. Juni, werden in der Zeit von 09.00 – 13.00 Uhr verschiedene Unterrichtsveranstaltungen (Pädagogische Präsentationen und Aktivitäten von ca. 35 Klassen) in der Innenstadt von Oldenburg stattfinden. Um 19.00 Uhr findet dann im »Haus der Jugend«, Von-Finckh-Str. 3, die Veranstaltung »Schule im Kapitalismus« statt. Dort referiert Freerk Huisken, Erziehungswissenschaftler und Autor, über die Erziehungsideale und Selektionsmethoden der Schule im Kapitalismus. Und am 17. geht`s dann auf die Straße!


4 Antworten auf “schulstreik 2009”


  1. 1 Administrator 10. Juni 2009 um 13:01 Uhr

    Der Aufruf zum libertären Block:

    STREIK!
    Schulen und Unis haben die Aufgabe, uns auf das Leben als profitable Lohnarbeiter_innen und brave Staatsbürger_innen vorzubereiten. Im Unterricht lernt mensch nur, was dafür gebraucht wird. Damit wir früher dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, wurde das Abitur auf zwölf Jahre verkürzt und an den Unis die Beachelor- und Master-Strukturen eingeführt. Leih- und Studiengebühren sollen uns noch weiter disziplinieren. Durch ständige Erhöhung der Vergleichbarkeit steigt der Stress bei allen Beteiligten.

    Gegen den ganzen Mist rufen wir auf zum Libertären Block auf der Bildungsstreik-Demo am 17.Juni 2009 ab 10.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Oldenburg!

    Schule ist für Viele ein bisher kritiklos hingenommener Bestandteil ihres Lebens. Sie erscheint als selbstverständlich. Außerdem könne mensch dort ja nützliche Dinge lernen und Freunde_innen finden. Dass Schule keineswegs naturgegeben und erst recht nicht für den Menschen da ist, ist für den Alltagsverstand auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Erst wenn mensch sich ein paar Tatsachen über die Gesellschaft vergegenwärtigt, für die die Schule ausbildet, erscheint sie als ganz schön fiese Angelegenheit.

    Die Gesellschaft, die mich umgibt
    Der höchste Zweck der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung ist die Vermehrung von Geld. Dies liegt nicht allein an der angeblich gierigen Natur der Menschen, sondern an den gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen wir leben. Alle Gesellschaftsmitglieder unterliegen den Zwängen der wirtschaftlichen Konkurrenz. Unternehmen müssen soviel Profit erzielen wie möglich, sonst gehen sie pleite. Nur wenn sie mehr Gewinn machen, können sie die Produktion erweitern und sich neue, effizientere Verfahrens- und Produktionstechniken leisten, die ihnen einen zeitweiligen Vorteil in der Preiskonkurrenz ermöglichen.
    Leute, die keine Produktionsmittel² besitzen, sind gezwungen, ihre Arbeitskraft gegen Lohn zu verkaufen. Die Höhe der Löhne orientiert sich daran, wie viel Geld Lohnarbeiter benötigen, damit sie täglich fit zur Arbeit gehen können. Den restlichen Teil des Geldes, den ein Unternehmen mit den Arbeitsprodukten der Arbeiter_innen verdient, behält es für sich. Die Ware Arbeitskraft ist die Quelle des Profits. Erkämpfen sich Lohnabhängige bei niedriger Arbeitslosigkeit ein größeres Stück von ihrem Kuchen, ist es für Unternehmen meist profitabler, ihre Arbeit durch teure Maschinen zu ersetzen oder die Produktion in Gegenden zu verlagern, wo Menschen für noch weniger Kohle arbeiten müssen. Ist die Arbeitslosigkeit hoch, muss man eh für fast jeden Lohn arbeiten. Lohnarbeiter_innen schaffen den Reichtum, der ihre Armut hervorbringt. Sie sind immer die Gearschten. Weltweit.
    In Gang gehalten wird dieses Spielchen vom Staat. Er schützt mit seinem Gewaltmonopol das Eigentum. Dass der Staat dabei das Eigentum an Produktionsmitteln genauso garantiert wie das Eigentum an Arbeitskraft, ist die Gleichheit der bürgerlichen Gesellschaft. Es ist die Gleichheit vor dem Gesetz, die die Arbeiter_innen zwingt, sich ihren Lebensunterhalt durch Lohnarbeit zu „verdienen“.
    Der Staat hat die Aufgabe, einen gesetzlichen Rahmen zu bieten, in dem das System der Konkurrenz sich nicht selber frisst. Darum verbietet er Kinderarbeit, zu lange Arbeitstage und den ungeschützten Umgang mit giftigen Chemikalien. Das alles macht er nicht aus reiner Menschenliebe, sondern für die Erhaltung seiner Untertanen als Arbeitskräfte. Der Staat braucht eine gut laufende Wirtschaft, weil Steuern seine Existenzgrundlage sind. Die Unternehmen brauchen den Eingriff in ihre Freiheiten, damit der Kostendruck sie nicht dazu treibt, die Arbeiter_innen so auszulaugen, dass sie arbeitsunfähig werden. Staat und Wirtschaft sind also von einander abhängig.Dieser staatliche Rahmen bildetet die Grundlage für jede politische Diskussion über die Ausrichtung des Schulwesens, der Universitäten usw.

    Abrichtungsinstanz
    Das Kinder nicht lohnarbeiten dürfen, bedeutet nicht, dass junge Menschen der staatlichen Arbeitskraftverwaltung entkommen. Der Nachwuchs wird gezwungen zur Schule zu gehen, um zu lernen wie man später mal profitabel für die Wirtschaft und loyal gegenüber dem Staat wird. Da nicht alle Arbeitskräfte gleich profitabel sind und auch nicht genug Arbeitsplätze für alle da sind, sortiert der Staat seine jüngsten Untergebenen schon ab der 1. Klasse. Er sortiert in Arbeitsmarktunfähige (Sonderschule, Förderschulen), Überflüssige oder gelegentlich Brauchbare (Hauptschule), die Gering bis Mittel-Qualifizierbaren (Realschule) und die für hochqualifizierte Aufgaben (Gymnasium). Letztere Gruppe darf nach der Schule an die Universitäten, um Wissenschaft für Staat und Wirtschaft zu betreiben. Alle gleich gut auszubilden wäre zu teuer. Es ist nicht Aufgabe der Schule, Schüler_innen den Wissensschatz der Menschheit frei zugänglich zu machen, sondern ihnen die Häppchen davon zu servieren, die sie für Staat und Wirtschaft nutzbar machen. Wer wo hingehört wird nach dem Prinzip der Chancengleichheit ermittelt. Menschen mit völlig unterschiedlichem Lerntempo, Vorwissen und Interessen müssen in einer vorgegeben Zeit denselben vorgegeben Stoff lernen. Dass da Einige nicht mitkommen, ist nicht nur klar, sondern eben gewollt. Tests haben die Funktion herauszufinden, wer den Stoff nach dieser Zeit am besten wiedergeben und anwenden kann. Hiernach wird einem sein Platz in der Gesellschaftshierarchie zugewiesen. Dass Sechsen nicht gestrichen werden, wenn mensch den Stoff nachgearbeitet hat, zeigt, dass es gar nicht um den Inhalt des Stoffes geht, sondern darum Sieger_innen und Verlierer_innen zu bestimmen.

    Demokratie bedeutet die Verinnerlichung von Herrschaft.
    Damit demokratisch kapitalistisches Zusammenleben funktioniert, müssen die Untertanen ihre Unterdrückung als ihre eigene, natürliche Sache begreifen, zu der es keine Alternative gibt. Gerechtfertigt wird der Staat mit der Ideologie der Nation. Die deutschen Staatsbürger_innen sollen sich nicht als einen Haufen Menschen begreifen, die zufällig denselben Pass in der Hose haben und damit dieselben Pflichten und gleichen ( beschränkten ) Rechte gegenüber dem Staat haben. Vielmehr sollen sie sich als eine „Schicksalsgemeinschaft“ begreifen, die trotz sozialer Unterschiede an einem Strang auf dem Weltmarkt zieht. Um diesen Schwachsinn in die Köpfe von jungen Leuten zu setzen, erzählt mensch ihnen das Märchen, der Staat sei Ausdruck einer einheitlichen Sprach- und Kulturgemeinschaft. In Wahrheit ist er die Ursache für die Vereinheitlichung.
    Wie wichtig dem Staat die Verinnerlichung seiner Ideologie ist, kann mensch unter anderem daran sehen, dass er hier asylsuchende Kinder aus dem öffentlichen Schulsystem ausgrenzt und auf „Schulen“ in Lager schickt. Ihre Eltern wurden nicht zu ordentlichen deutschen BürgerInnen erzogen . Deshalb misstraut er ihnen und den von ihnen erzogenen Kinder. Der bürgerliche Staat hat lieber Arbeitskräfte, die er selbst erzogen hat. „Kinder statt Inder“ ist die passende Parole zu dieser Praxis.
    Das aktuelle nationale Selbstbild der BRD, das in der Schule vermittelt werden soll, definiert sich in einer Abgrenzung von den sogenannten totalitären Systemen Nationalsozialismus und Kommunismus. Beide Systeme kannten keine Bürgerrechte, Gewaltenteilung , freie Wahlen etc.. Durch diese Gleichsetzung wird nicht nur die Einmaligkeit der Verbrechen des Nazi-Faschismus geleugnet. Indem mensch den Staatssozialismus mit dem Kommunismus an sich gleichsetzt, wird jeder Gedanke an eine solidarische Ökonomie als quasi faschistisch herabgewürdigt.

    Auch in Sachen Wirtschaftssystem wird im Unterricht die Ideologie der Eliten gepredigt. So sei technischer Fortschritt nur möglich, wenn Konkurrenz herrsche. Das liege so in der faulen Natur des Menschen. Außerdem sei das Profitstreben das beste Verteilungssystem und komme allen zugute. Das eine von sechs Milliarden Menschen auf der Welt hungern, obwohl genügend Lebensmittel für 12 Milliarden pro Jahr produziert werden, zeigt wie pervers diese Lüge ist. Die Fehlprognosen vor der Wirtschaftskrise beweisen ,wie praxisuntauglich ihre Theorien sind. Neben der ideologischen Verinnerlichung bedarf es auch bestimmter Verhaltensweisen zur Aufrechterhaltung von Herrschaft. Diese werden im Unterricht durch Sanktionen wie Aussperren, Anpöbeln oder das Verhängen von Strafarbeiten eingefordert .Durch sogenannte Kopfnoten werden die einzelnen Persönlichkeiten der Schüler_innen in ein Bewertungsschema gepresst. Auch das man die Freiheiten, die vom Staat gewährt werdem, nicht gegen ihn benutzen darf, ist Unterrichtsstoff. So soll Kritik immer in Form von Wahlen oder Lobbyismus an den Staat gerichtet werden, wodurch er legitimiert wird.

    Größenwahn und Selektionswut
    An Schulen und Universitäten gibt es Protest. Die Auszubildenden wehren sich gegen Leih- und Studiengebühren, vermehrten Stressen, sowie schlechtere Lernbedingungen. Im Vordergrund stehen die Veränderungen der letzten Jahre. Die alte Organisation des Bildungssystems wird dabei schnell als frei von gesellschaftlichen Einflüssen und nur am Menschen orientiert verklärt. Dabei hatte die alte Struktur genau denselben Zweck: Deutschlands Erfolg auf dem Weltmarkt. Um den Spitzenplatz zu halten, muss es ein herausragender Wissenschaftsstandort für neue Technologien werden. Für dieses Ziel bastelt sich die BRD eine Forschungselite. Nicht mehr breit gestreute Gelder, die den Universitäten zur freien Verfügung stehen, sollen die gewünschten Ergebnisse bringen, sondern exzellent ausgestattete Elite-Unis. Das Zulassen von Sponsoren soll markttaugliche Wissenschaft garantieren, Studiengebühren gegen das Faulenzen disziplinieren . Um herauszufinden, wer zur Elite gehört, wurde die Bachelorund Masterstruktur eingeführt. Nur die Besten sollen den Master schaffen und gleichzeitig soll das Studium kürzer werden, damit die Studierenden schneller dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
    Die Schulreformen verliefen ähnlich. Abiturienten_innen sollen schon nach zwölf Jahren auf den Arbeitsmarkt oder an die Uni. Leihgebühren für Bücher sollen jede_n daran erinnern, dass Schule nicht zum Spaß da ist. Das Zentralabi soll genau wie der Bologna-Prozess³ die Vergleichbarkeit erhöhen.

    Liegeflächen statt Standorte
    Machen wir uns klar, dass es nie allein Zweck des Bildungssystem war, Leuten was Vernünftiges beizubringen. Abrichtung war stets das Ziel. Wie diese organisiert wird hängt hauptsächlich vom Bedarf der Ökonomie ab. Wer Bildung als Selbstzweck für den Menschen will, muss eine Gesellschaft errichten, in der die Menschen der höchste Zweck sind, und nicht die Profimaximierung.
    So eine Gesellschaft kann nur erreicht werden, wenn es kein Privateigentum an Produktionsmitteln mehr gibt – also auch keine Konkurrenz –, sondern die Gesellschaftsmitglieder die Produktion an ihren Bedürfnissen ausrichten. Dann wäre mit dem Stand von Wissenschaft und Technik ein Leben mit wenig Arbeit und viel materiellem Wohlstand fernab von autoritären Staatsstrukturen möglich.
    Die aufgeführten Funktionsweisen wirken in einer kapitalistischen Gesellschaft zwangsläufig. Trotzdem ist es für Studenten_innen und Schüler_innen möglich konkrete Verbesserungen ihrer Lebenssituation zu erreichen. Ein eingliedriges ,kostenloses Bildungssystem mit mehr Mitbestimmungsrechten und weniger Stress ist dem jetzigen vorzuziehen, obwohl auch dieses mit ihren A und B- Kursen. sowie ihren Bewertungsbögen innerhalb ihrer Strukturen selektiert.
    Um Druck von Unten für diese konkreten Verbesserung zu machen und um unsere grundsätzliche Kritik am kapitalistischen Bildungswesen zu artikulieren, rufen wir auf:

    KOMMT ALLE AM 17. JUNI ZUM LIBERTÄREN BLOCK AUF DEM BILDUNGSSTREIK!

    ² Unter Produktionsmitteln verstehen wir Dinge, mit denen etwas zum Verkauf Bestimmtes hergestellt werden kann. Das können neben Maschinen auch Dinge sein, die notwendig sind, um Dienstleistungen anzubieten z.B. Massagetische oder Umschnalldildos
    ³Der Bologna-Prozess beruht auf einem Abkommen, das bis 2010 das europäische Hochschulsystem vereinheitlichen soll. Kernstück ist die europaweite Einführung von Bachelorund Master-Abschlüssen.

  2. 2 Administrator 12. Juni 2009 um 14:43 Uhr

    NWZ, 12. Juni 09:

    Protest gegen Bildungspolitik am 17. Juni

    OLDENBURG – Das Freie Bildungsforum ruft zur Teilnahme an der Bildungsprotest-Kundgebung am Mittwoch, 17. Juni, um 10 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz auf. In Oldenburg lauten die Forderungen u.a.: „G8 rückgängig machen, neue Gesamtschulen ermöglichen und fördern, Lehr- und Lernmittelfreiheit, mehr Lehrkräfte und freie und inklusive Bildung gleich hoher Qualität für alle“. Für den universitären Bereich äußerte der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) die Sorge, dass es an der Uni gewalttätige Proteste geben könnte. Das Diskutieren über Bildungsfragen sei aber besser als „plumpe Krawallaktionen“.

  3. 3 Administrator 12. Juni 2009 um 16:02 Uhr

    Kann ich dafür bestraft werden, dass ich streike?

    SchülerInnen schreiben dazu:
    Im Grundgesetz ist das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Demonstrationsfreiheit verankert. Aus unserer Sicht stehen diese beiden in Einzelfällen über der Schulpflicht. Diese Ansicht teilen wir mit dem Landesschülerrat und dem Landeselternrat.
    Ein konkretes Gerichtsurteil gibt es dazu nicht, nur eine Entscheidung des Verwaltungsgericht Hannover von 1991. Es hat damals geurteilt, dass Schülerinnen und Schüler das Recht hatten an einer Demonstration gegen den Irak-Krieg während der Schulzeit teilzunehmen. Aber keine Panik, mehr als eingetragene Fehlzeiten hat es beim Schulstreik bis jetzt noch nie gegeben.

    Sowas könnte für minderjährige SchülerInnen von Vorteil sein:

    Einverständniserklärung
    Mein Sohn/meine Tochter_____________________ darf am 17.06.2009 an der Demonstration gegen Bildungsabbau teilnehmen.
    Unterschrift eines Erziehungsberechtigten __________________________________

  4. 4 egal 15. Juni 2009 um 17:58 Uhr

    so kann mensch das aber auch sehen: http://www.schueler-union.de/index.php?id=40&tx_ttnews[tt_news]=62&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=53bd2cbf3c
    Schüler Union: Bildungsstreik wird für sinnlose Gewalt sorgen!

    25.05.2009

    Die Schüler Union Deutschlands, mit über 10.000 Mitgliedern die bundesweit größte politische Schülerorganisation, blickt besorgt auf den bevorstehenden bundesweiten Bildungsstreik vom 15. bis 19. Juni 2009. Verschiedene linke Gremien rufen gemeinsam mit pseudo-demokratischen Organisationen Schüler und Studenten dazu auf, den Unterricht bzw. die Vorlesung zu schwänzen, um Banken zu blockieren und Straßen zu besetzen. Damit wollen die Organisatoren auf vermeintliche Missstände im Bildungssystem hinweisen. Die Schüler Union Deutschlands lehnt den geplanten Streik entschieden ab.

    Der Bundesvorsitzende der Schüler Union Deutschlands,
    Younes Ouaqasse, erklärt hierzu:

    „2008 wurden Teile der Humboldt-Universität verwüstet, 2009 sollen Banken besetzt werden. Bald haben wir Zustände wie Ende der 60er Jahre. Linksradikale Ideologen stellen unseren Rechtsstaat infrage. Wann auch bundesweit die ersten Autos wie in Frankreich oder in Berlin brennen, ist mittlerweile nur noch eine Frage der Zeit. Die Bundesrepublik hat dies zu ihrem 60. Geburtstag nicht verdient!

    Wie kann es sein, dass GEW, DGB, Bündnis 90/ Die Grünen, Die Linke und andere Organisationen, die für das Wohl des deutschen Volkes arbeiten sollen, die Störung der öffentlichen Ruhe unterstützen? Auf der Unterstützerliste des Bildungsstreiks stehen zudem Gruppierungen wie Attac, Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend, Sozialistische Alternative, Rote Antifa und Revolutionär Sozialistisches Forum. Linke Gewalt darf kein Forum finden. Wir fordern daher ein hartes Einschreiten der Polizei!

    Die demokratischen Parteien müssen die Schüler aufklären und ihnen zeigen, dass man mit Gewalt die Probleme unseres Landes nicht lösen kann. Als Schüler Union Deutschlands sind wir die einzige Schülerorganisation, die diesen Streik entschieden ablehnt. Wir setzen uns stattdessen konstruktiv, demokratisch und gewaltlos mit den durchaus vorhandenen Schwächen der Bildungspolitik auseinander.“

    schön, dass wir die am mittwoch nicht auf der strasse sehen werden.

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