angebot und nachfrage

Deutlicher ist die Absurdität kapitalistischer Logik wohl kaum auf den Punkt zu bringen: Wie bereits berichtet, fehlen in Oldenburg mehrere tausend günstige Wohnungen, da wegen Hartz-IV-Bezugs oder kleinerer Renten viele OldenburgerInnen Abstriche bei der Wohnqualität machen müssen. Hinzu kommen die rund 10.000 zumeist nicht allzu liquiden StudentInnen in der Stadt. Neubauten in diesem Segment seien jedoch nicht kostendeckend zu vermieten.

Doch nun ist Hoffnung in Sicht, denn »der Bedarf [an günstigem Wohnraum] wird weiter steigen, und damit voraussichtlich auch die Mieten«, so Cord Grasse, Chef der Maklerfirma Wübbenhorst. Nach dem relativem Stillstand in den vergangenen zehn Jahren werde im Moment wieder an der Mietschraube gedreht, bestätigt auch die NWZ in der Ausgabe vom 15. Mai. Und das sei doch irgendwie gut und nicht schlecht, denn – so wiederum Cord Grasse – »Damit es sich lohnt, neue Wohnhäuser zu errichten, müssten die Mieten noch höher sein«. Dem pflichtet auch Stefan Könner, der Geschäftsführer der GSG zu. Das Mietniveau sei im Vergleich zu anderen Städten zu niedrig, dadurch sei das Verhältnis von Baukosten und Mieteinnahmen nicht attraktiv. Der Neubau von günstigem Wohnraum kann also nur dadurch erreicht werden, dass es teurer vermietet wird. Logisch.


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