mein nachbar ist ein parkhaus

Stadtbaurat Frank-Egon Pantel, Umstrukturierungsgott der Stadt, geht gutgelaunt ins neue Jahr. Der Grund: »Das Parkhaus Amalienstraße/Festungsgraben ist wieder in Planung. Der 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hat die vom Rat für das Areal verhängte Veränderungssperre vorläufig außer Vollzug gesetzt (…). Das Oldenburger Unternehmen Freytag & v.d. Linde hatte das ehemalige Telekom-Grundstück erworben, weil ein Investor dort ein Parkhaus (mit anfangs 600, später 450 Plätzen) bauen will. SPD, Grüne und Linke wollen das nach dem geltenden Bebauungsplan zulässige, im Viertel aber umstrittene Vorhaben verhindern. Bis zur Planänderung sollte das die Sperre sicherstellen. Dagegen klagte die Firma vor dem OVG. (…) Stadtbaurat Frank-Egon Pantel sah durch die Entscheidung seine Bedenken gegen die Veränderungssperre bestätigt und versprach schnelles Handeln. »Das wird zügig entschieden«, sagte er am Montag zur NWZ. In seinem Dezernat liege eine Bauvoranfrage zu einem Parkhaus mit reduzierter Stellplatzzahl (470) – auf der Grundlage des alten (wegen der Sperre nicht zu bescheidenden) Bauantrages.« (NWZ, 30.12.08) Die Einfahrt des Parkhauses soll über die Straße »Am Festungsgraben« erfolgen – mitten im Wohngebiet. In diesem Bereich befindet sich auch noch ein Seniorenzentrum mit ca. 200 BewohnerInnen. Das geplante Parkhaus steht ziemlich offensichtlich in Zusammenhang mit dem Bau des Konsumtempels »ECE«, ähh natürlich der »Schlosshöfe« am Oldenburger Schlossplatz, einem von Pantels Lieblingsprojekten. Und somit ist natürlich verständlich, dass von den AnwohnerInnen Abgase, Verkehrslärm und Blechlawinen in Kauf genommen werden müssen.


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