oldenburgs gute stube

Stadtbaurat Frank-Egon Pantel, einer der Hauptprotagonisten der »Wasserstadt«, der Umstrukturierung des Bahnhofsviertels und der Modernisierung der City hat mal wieder eine Vision. Diesmal geht`s um die Gestaltung des Schlossplatzes, wo ab Januar 2009 der Konsumtempel »ECE« -ähh sorry, heißt jetzt ja »Schlosshöfe«- entstehen soll. Rund drei Millionen Euro sollen nach der Entwurfsplanung ausgegeben werden, um »Oldenburgs neuer guter Stube« »eine neue Übersichtlichkeit« zu verleihen. Das Schloss soll von einem zehn Meter breiten Rahmen aus Rasen eingefasst werden, dessen Abschluss eine umlaufende Sitzkante von 45 Zentimeter Höhe bilden soll. Desweiteren sollen wenige hohe Mastleuchten den Schlossplatz »angenehm ausleuchten«. Eine »Möblierungsachse« soll Platz für Fahrradständer, Anschlüsse für Markt-Versorgungseinrichtungen und Abfallbehälter bieten. Auf der verbleibenden riesigen Fläche des Platzes soll dazu ein schönes Nichts entstehen. Also mal wieder eine fantastische Idee des visionären Stadtbaurates Pantel, welche den Innenstadtbereich lebenswerter machen wird.


»Neue Übersichtlichkeit« oder auch »Das große Nichts«

Natürlich gibt es auch schon wieder KritikerInnen, so etwa in Gestalt von zwei Oldenburger Künstlern. Pantel`s Plan für das hübsche übersichtliche Nichts sei »an Einfallslosigkeit, Tristesse und Missachtung der Würdigung historischer Gebäude und ihres notwendigen Umraums nicht zu überbieten«. Stattdessen solle nach ihrer Meinung neben dem Schloss wieder ein »Lustgarten« angelegt werden. Pah – was soll den bitte eine Parkanlage mitten in der City? Die Leute sollen shoppen und bei einem Latte Macchiato für 5,30 Euro entspannen, anstatt einfach so im Grünen rumzulungern.


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