todesfuge


wackelnder standort

Nach der Verkündung des neuen Bun­des­wehr-Stand­ortkon­zeptes der schwarz-gelben Bundesregierung am 26. Oktober 2011 war die Freude noch groß bei NWZ, Stadtverwaltung und sonstigen Militärfreaks: Ol­den­burg sollte demnach als großer Militär-Standort erhalten bleiben. Als Ersatz für den sicher bevorstehenden Abzug der Stabs­kom­pa­nie und den zwei Kom­pa­ni­en des Luft­lan­de­un­ter­stüt­zungs­ba­tail­lon 272 der Luft­lan­de­bri­ga­de 31 mit etwa 1000 Sol­da­tIn­nen, sollte der hochdekorierte Stab der 1. Pan­zer­di­vi­si­on aus Hannover, der »Aus­bil­dungs­stütz­punkt Luft­lan­de und Luft­trans­port«, sowie die »Sport­för­der­grup­pe der Bun­des­wehr« aus dem bay­ri­schen Al­ten­stadt in die Hen­ning-​von-​Tre­sckow-​Ka­ser­ne im Stadtteil Bümmerstede ver­legt werden [Info].

Durch diese Umstrukturierung sollten sich die Bundeswehr-Dienstposten in Oldenburg nur leicht von 1280 auf an­geb­lich 1220 reduzieren. »Weniger Köpfe, mehr Sterne«, sagte OB Schwandner damals erleichtert – sprach doch bei sachlicher Betrachtung eigentlich nichts für den Erhalt des hiesigen Standortes. Doch inzwischen verfinstern sich die Mienen der Oldenburger Bundeswehr-FreundInnen wieder merklich – denn der Standort ist gehörig am Wanken. (mehr…)

no pasaran! – sie kommen nicht durch!

»Vieles deutet daraufhin, dass die bundesweite Großdemonstration der Nazis in Dresden am Wochenende nach dem 13. Februar Geschichte ist. Wir sind 2009 angetreten den letzten bundesweiten Großaufmarsch der Nazis auf den „Müllhaufen der Geschichte“ zu befördern. 2010 haben die Nazis eine Niederlage erlitten, 2011 haben wir ihnen ein Desaster bereitet, machen wir 2012 den Sack zu! Wir mobilisieren deswegen weiterhin für den 18. Februar nach Dresden. Aber auch am 13. Februar gilt die Parole: No Pasaran! – Sie kommen nicht durch!« (mehr…)

☞ Aus Ol­den­burg wird es auch 2012 wie­der eine Bus­fahrt gen Osten geben. Ti­ckets gibt es Mon­tags und Don­ners­tags ab 21 Uhr im Al­ham­bra [Kon­takt: oldenburg-dresden@​web.​de]. Eine In­fo­ver­an­stal­tung dazu fin­det am Mon­tag, dem 30.​01.​2012 um 20.​00 Uhr im Al­ham­bra statt.

boys don‘t cry

»Boys Don‘t Cry« Sonntag, 29. Januar um 20 Uhr im Alhambra:
»Als Brandon Teena nach Falls City, Nebraska, kommt, schlüpft er in diese Stadt, als sei sie seine zweite Haut. Innerhalb kurzer Zeit hat er sich eingelebt, hat Freund_innen gefunden und sich verliebt. Es hängt jedoch ein Schatten über Brandons Leben: ein Gerichtstermin wegen eines Autodiebstahls, eine bewegte kriminelle Vergangenheit und ein scheinbar harmloses Strafmandat wegen zu schnellen Fahrens, das zu seinem Verhängnis führen könnte. Warum? Weil, wie es sich herausstellt, Brandon Teena als Teena Brandon geboren wurde, und seine Transidentität bisher verheimlichte.«
Dieser Film basiert auf einer realen Begebenheit, die sich 1993 zutrug und in einer Tragödie endete: Brandon wurde von zwei seiner vermutlich besten Freunde vergewaltigt und anschließend ermordet.

nur hamburg ist teurer

Der Wohnraummangel in der Huntestadt treibt schon seit mehreren Jahren die Mieten in astronomische Höhen. Während die ImmobilienbesitzerInnen frohlocken, verzweifeln immer mehr OldenburgerInnen an der Frage, wie sie die Kohle für die Miete des nächsten Monats zusammenkratzen sollen. Und eine Trendwende scheint nicht in Sicht. Nach einem Ranking des Immobilien-Internetportals »Immobilienscout24« hat Oldenburg jetzt sogar die zweithöchsten Mieten in Norddeutschland – nur Hamburg ist teurer. Im Durchschnitt 7,12 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter muss man nach dem Ranking in Oldenburg hinlegen und damit mehr als z.B. in Hannover (6,58 Euro) oder Bremen (6,32 Euro) . Die Angaben gelten allerdings nur für Neuvermietungen, da bereits vermietete Wohnungen nicht erfasst wurden.

☞ »Oldenburg hat die höchsten Mietpreise in Niedersachsen« NWZ 27.​01.​2012
☞ »New York, Tokio, Oldenburg« NDR 27.​01.​2012

neu im netz


www.vfbfueralle.de

gedenken an sinti und roma

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, legt alljährlich der »Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.« und die Stadt Oldenburg Kränze an dem 1989 zur Erinnerung an die 74 von den NationalsozialistInnen deportierten und ermordeten Oldenburger Sinti und Roma errichteten Gedenkstein nieder. Treffpunkt ist am Freitag, dem 27. Januar um 12 Uhr am Gedenkstein am Friedhofsweg beim ehemaligen Ziegelhof. Danach gibt es im Gemeindehaus der Kirchengemeinde der Auferstehungskirche wieder Getränke und Brot oder Kuchen und die Möglichkeit für gemeinsame Gespräche. Hier nun noch ein Videobericht über die Veranstaltung im letzten Jahr [via Geschichte-mitmachen].


Und noch ein Veranstaltungstip: Am Donnerstag, dem 26. Januar liest Klaus-​Micha­el Bog­dal (Uni Bielefeld) ab 19.​30 Uhr im Cafe IBIS, Klävemannstraße 16 aus seinen Buch »Eu­ro­pa er­fin­det die Zi­geu­ner. Eine Ge­schich­te von Fas­zi­na­ti­on und Ver­ach­tung« [Flyer]. Eine Buchbesprechung vom Deutschlandradio findet ihr hier.

ol crime, part 29

Pres­se­mel­dung der Po­li­zei Ol­den­burg vom 23.01.2012 | 11:40 Uhr:
»Oldenburg (ots) In der Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagvormittag hebelten bislang unbekannte Täter die Scheibe eines Gemeindehauses am Hartenkamp auf und verschafften sich so Zutritt zu den Räumlichkeiten. Im weiteren Verlauf brachen die Einbrecher Schränke im Bereich der dortigen Bücherei auf. Entwendet wurde eine Spardose mit rund EUR 20,- Bargeld sowie eine zur Zeit unbekannte Anzahl von Büchern


☞ Mehr »Kriminalität« gibt es hier.

tarifvertrag für diakonie

Am 21. Januar demonstrierten in Oldenburg etwa 300 Beschäftigte der niedersächsischen Diakonie für einen Tarifvertrag und damit für die Abkehr vom kirchlichen Arbeitsrecht, welches z.B. ein Streikverbot beinhaltet. Bei diesem sogenannten »Dritte Weg« werden die Löhne und Arbeitsbedingungen von einer arbeitsrechtlichen Kommission, welche paritätisch mit ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen besetzt ist, festgesetzt – und dies zumeist zum Nachteil der Beschäftigten.

Erst kürzlich haben die KollegInnen am Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg einen Haustarifvertrag und damit einhergehend Löhnerhöhungen erstritten – dies soll nun auch für alle diakonischen Einrichtungen in Niedersachsen durchgesetzt werden.

☞ »Demonstration für Tarifvertrag bei Diakonie« NWZ 23.​01.​2012
☞ »Verdi ruft Diakonie-Beschäftigte zu Demonstration« NWZ 20.​01.​2012

»ich war, ich bin, ich werde sein!«

aufstände in nordafrika

Am Sams­tag, dem 21.​01.​2012 spricht Bernard Schmidt auf Einladung des Infoladens Roter Strumpf um 18 Uhr im Al­ham­bra über die Aufstände in Nordafrika: »Als 2011 die Menschen in nordafrikanischen Ländern auf einmal gegen die Regime auf die Straßen gingen, hätte wohl niemand damit gerechnet, dass diese Proteste mehrere Regime stürzen und die gesamte politische Landschaft der Region grundlegend umkrempeln würde. Die hiesige politische Klasse feierte die Proteste schnell als Sieg der Demokratie und der ‚westlichen’ Werte, obwohl es doch genau ihre engsten Bündnispartner waren, die dort gestürzt werden sollten. Welche sozialen und politischen Hintergründe bestimmen die Proteste wirklich? Welche fundamentalen Unterschiede gibt es zwischen den Bewegungen z.B. in Libyen und Ägypten? Wo stehen die Bewegungen heute? Und was hat das eigentlich alles mit uns, der linken Bewegung in der BRD zu tun?

Der Referent Bernard Schmid lebt in Paris, arbeitet für eine antirassistische NGO und publiziert regelmäßig auf deutsch und französisch, u.a. in analyse und kritik, Jungle World, Labournet. Er ist Autor mehrerer Bücher – zuletzt 2011 „Die arabische Revolution – Soziale Elemente und Jugendproteste in den norafrikanischen Revolten“«.

der jesus-tanz



[via]

aller guten dinge sind drei

2010 und 2011 konnte der größte Naziaufmarsch Europas durch entschlossene Blockaden von mehr als zehntausend AntifaschistInnen verhindert werden. Damit dies auch in diesem Jahr wieder gelingt, heißt es auch in diesem Jahr: Auf nach Dresden!

Aus Oldenburg wird es auch 2012 wieder eine Busfahrt gen Osten geben. Tickets gibt es Montags und Donnerstags ab 21 Uhr im Alhambra [Kontakt: oldenburg-dresden@web.de]. Eine Infoveranstaltung dazu findet am Montag, dem 30.01.2012 um 20.00 Uhr im Alhambra statt.

antifa-demo in bückeburg

»Am 21. Januar findet erneut eine antifaschistische Demonstration in Bückeburg statt. Die Kampagne „copy and paste“ macht hiermit erneut auf eine große und aktive Naziszene rund um die „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ aufmerksam. Von Drohungen über Angriffe auf offener Straße bis zu Anschlägen auf Wohnhäuser – die Bückeburger Neonazis lassen in ihrem so genannten „Kampf um die Straßen“ keine Chance ungenutzt. Dazu wird es eine Infoveranstaltung im Alhambra geben. Am Montag, 16. Janur um 20.45 Uhr werden Aktivist_innen der Kampagne über die Naziszene aufklären und letzte Infos zur Demo geben können.« [Quelle]

zwanzigelf

6. Januar:
Über 700 Leute protestieren gegen die Le­sung des sozialrassistischen Hetzers Thilo Sar­ra­zin in Ol­den­burg. Obwohl die einladende NWZ die Ver­an­stal­tung aus »Si­cher­heits­be­den­ken« einige Stunden vor Beginn vom städ­ti­schen Kul­tur­zen­trum PFL in die We­ser-​Ems-​Hal­le ver­leg­t hatte, demonstrierten dort trotzdem an die 300 Menschen laut­stark, gut ge­launt und garniert mit dutzenden Farbeiern. Währenddessen ver­sam­melten sich noch­mal über 400 Leute in der Fo­rums­kir­che St. Peter, um mit einer wis­sen­schaft­li­chen »Ge­gen­ver­an­stal­tung« der Hetze gegen Arme und MigrantInnen die Per­spek­ti­ve einer so­li­da­ri­schen Ge­sell­schaft entgegezusetzen. [mehr]

11. Januar:
Am 11. Ja­nu­ar gab es unter dem Titel »Zerreissprobe« eine von »au­to­no­men fe­mi­nis­t_in­nen aus dem al­ham­bra« or­ga­ni­sier­te Ver­an­stal­tung zu se­xua­li­sier­ter Ge­walt in der lin­ken Szene, sowie zu Kon­zep­ten, Schwie­rig­kei­ten und Fra­gen einer prak­ti­schen an­tis­e­xis­ti­schen Un­ter­stüt­zungs­ar­beit. Die wohl bestbesuchteste und am meisten diskutierte Veranstalung im Al­ham­bra 2011. [mehr]

14. Januar: Das tunesische Staatsoberhaupt Ben Ali wird gestürzt

25. Januar bis 13. Februar:
Vom 25. Januar bis 13. Februar zog die »Bamako-Dakar-Karawane für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung« des transnationalen Netzwerk »Afrique Europe Interact« mit über 300 AktivistInnen durch Mali und den Senegal, um eine Vernetzung antirassistische Basisinitiativen aus Europa und (West-) Afrika voranzubringen. Letzte Station war Dakar, wo zu dieser Zeit das 11. Weltsozialforum stattfand. [mehr]

10. Februar:
Circa 20 An­ti­mi­li­ta­ris­tIn­nen nutz­ten die Ab­schieds­vor­le­sung von Prof. Dr. Micha­el Dax­ner, ehe­ma­li­ger Prä­si­dent (1986-​1998) der Carl von Os­sietz­ky Uni­ver­si­tät und zu­letzt Lei­ter der »Ar­beits­stel­le In­ter­ven­ti­ons­kul­tur« für eine klei­nen krea­ti­ve Stör­ak­ti­on. [mehr]

(mehr…)